Wachsen und gedeihen.

 

Es geht was bei uns auf dem Chlotisberg. Wir erneuern uns von innen, während Bewährtes noch weiter wächst. Wie alles entstand und was der Künstler bei uns in der Küche macht.

ZIMMERSANIERUNG
Von innen neu

Der Chlotisberg ist gerade in Frühlingskur: Wir schliessen Mitte April für vier Wochen unsere Seminarhaus, um uns von innen heraus zu erneuern. Neue Altholzböden, neue akustisch dichte Türen, neue bequeme Betten, neue Wandfarben und Elektroinstallationen sind nur ein paar der Veränderungen, die euch ab Mitte Mai mehr oder weniger sichtbar erwarten.

«Unser Ziel: ein Hotelstandard mit ganz viel Wohlfühl-Ambiente», sagt Robert Gölis. Ob uns das gelingt?

Entscheide selbst, wir freuen uns auf deinen nächsten Besuch.
 

 

 

«Küche gut, alles gut.»

Er ist ein intuitiver Künstler. Bernd Hirzinger kocht seit einem Jahr für die Gäste im Chlotisberg. Ob vegan oder tierisch: Die Natürlichkeit der Produkte ist ihm wichtig. Wie er mit Ayurveda seine Passion gefunden hat und warum Essen für ihn mehr bedeutet als pure Nahrungsaufnahme.

Ayurveda Vegan oder Tierisch, Bernd unser Küchenverantwortlicher


DAS PORTRAIT:

«Was ist schon gesund?» Bernd Hirzinger verdreht die Augen. Das Thema beschäftigt ihn seit Jahren. «Das ist immer relativ. Klar, ist Bio gesünder als konventionell. Doch man kann auch Konventionelles gesund kochen», ist der gelernte Koch und Ernährungsberater überzeugt.

«Für mich ist es wichtig, das Beste aus den Produkten zu machen und diese natürlich und gesund zuzubereiten. Gesund und saisonal sind unsere Leitplanken.» Doch gerade in der Gastronomie ist das nicht immer ganz einfach umzusetzen. «Die Küche sollte selbsttragend sein und nicht alle Gäste sind bereit höhere Kosten für deren Aufenthaltsarrangement für ein Bio-Label zu bezahlen.»

Dennoch: Die Küche ist das Herz eines Betriebs. «Ist die Küche gut, ist alles gut», sagt Bernd lachend. «Schmeckt das Essen nicht, bleibt das viel mehr hängen, als wenn irgendwo im Zimmer was nicht stimmt.» Deshalb schaut Bernd auch auf den Energie- und Genussfaktor. «Mein Ziel ist, die Gäste bestmöglich zu bekochen, damit sie für die Seminare ganz viel Kraft haben.»


Perfektionist und Künstler: Ein Lebemensch und Macher sei er, sagt Bernd von sich selbst. «Und ich bin total intuitiv. Wenn ich in einen Raum komme, merke ich sogleich, wie die Stimmung ist.» Der doppelte Wassermann wirkt sehr präsent, auch wenn er in der Küche eher im Hintergrund arbeitet. «Beim Kochen kann ich situativ schon ein Perfektionist sein.» Sein Stolz und Ehrgeiz fordern ihn: «Ich versuche, mich stets zu verbessern. Ich will heute besser sein als gestern, ich brauche den Wachstum. Stehenbleiben ist nichts für mich.» Gleichzeitig schlummert da aber auch den Künstler in ihm. «Wie der Musiker die Melodie empfängt, so rühre und würze ich.» Wenn ihn die Muse küsst, wird er ganz ruhig. «Es ist die Intuition, die zählt. Der Koch macht aus Geist die Materie. Aus dem Grundprodukt entsteht das Gericht.» Für Bernd ist es kein Zufall, auf dem Chlotisberg zu sein. «Es ist das Prinzip der Resonanz. Hier sind Menschen, die sich mit dem Leben beschäftigen. Ich bin froh, hier zu sein.»

Der Kern Wahrheit: 
Seine Diplomarbeit hat Bernd über Ayurveda und Lebensmittelökonomie geschrieben. «Ayurveda geht weit übers Kochen hinaus. Es heisst ‘Das Wissen vom Leben’», so Bernd. «Es ist für mich wie ein Kern der Wahrheit, den ich in mir spüre.» Bernd ist überzeugt, dass man Ayurveda auf die Lebensweise hierzulande übersetzen muss. «Es ist auch eine ayurvedische Empfehlung, diejenigen Gemüse- und Fruchtsorten zu bevorzugen, die in der Region wachsen, wo man lebt.» In seiner Diplomarbeit hat der Koch klassische europäische Rezepte wie Spaghetti Bolognese aus ayurvedischer Sicht angepasst. «Das Wichtige sind nicht die Nährstoffe und Kalorien, sondern die Energetik eines Lebensmittels», sagt Bernd. «Wie hoch schwingt es, welchen Typ unterstützt und fördert es? Nicht allen bekommt dasselbe zur selben Zeit.»

Visionär versus verindustrialisiert vegane Küche: Bernd bezeichnet sich selbst als Flexitarier. Fleisch isst er bewusst und ausgewählt. Dass er auf dem Chlotisberg für einige Gruppen ausschliesslich vegan kocht, war für ihn zu Beginn nicht nur einfach. «Ich hatte extreme Widerstände. Nicht gegen das Vegansein an sich, das verstehe ich aus ethischer Sicht absolut und finde es sehr visionär», sagt Bernd. «Solange ich rein pflanzlich kochte, war das voll ok.» Mühe hatte Bernd hingegen bei industriell hergestellten Produkten wie veganem Rahm. «Da geht die Natürlichkeit verloren.» Sein Dilemma: «Die Nahrungsmittelindustrie springt sogleich auf und bringt Sachen, die nicht gesund sind. Da hats oft diverse Zusatzstoffe drin.» Bernd hat einige Zeit gebraucht, um verschiedene Produkte zu testen, zu pröbeln und sein Know-how weiterzuentwickeln. Heute sind die Widerstände weg und sein Lerneffekt spür- und geniessbar. «Ich bin angekommen und fühle mich im Fluss.» Tönt nach einer gesunden Sache.

Kichererbsen-Gnocchi

Unser Koch Bernd hat eins seiner raffinierten Frühlings-Rezepte rausgerückt: Gnocchi mit Knoblauch und Brennessel. Voll saisonal, vegan, entschlackend & erst noch ayurvedisch. Wir wünschen schon mal "e Guete".

Kichererbsen-Gnocchi


Kichererbsen-Gnocchi mit Knoblauch und Brennnessel:

Zutaten für 2 Personen: 200g Kichererbsen Mehl, 1 Zwiebel klein ca. 30g, 4 dl Gemüsebouillon (kräftig), Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt, Kurkuma, Ghee, 20 g Butter, Junge Brennnesselblätter nach Belieben ca. 100g, Knoblauch nach belieben.
 

Zubereitung: Zwiebel fein hacken und in etwas Ghee anschwitzen. Mit der Gemüsebouillon ablöschen, aufkochen, Lorbeerblatt und Kurkuma dazu, Kichererbsen Mehl auf einmal dazugeben und gleichzeitig mit dem Schwingbesen gut rühren. Kochen bis die Masse fest wird. Die Masse aus dem Topf nehmen und noch warm zu einer ca. 2 cm Durchmesser dicken „Wurst“ rollen. Auskühlen lassen. In Gnocchigrosse Stücke schneiden. Die Gnocchi im heissen Salzwasser pochieren (nicht kochen sonst zerfallen sie, wenn sie an der Oberfläche schwimmen, noch ca. 2-3 Minuten ziehen lassen.) Butter in einer Bratpfanne erwärmen den Knoblauch kurz mitdünsten, gehackte Brennnessel dazu und dann die fertigen Gnocchi mit einer Schaumkelle aus dem Kochwasser direkt in die Pfanne geben und nur kurz durchschwenken. Sofort servieren. Tipp: Dieses Gericht ist im Frühling sehr entschlackend. Der Knoblauch und die Brennnessel reduzieren Kapha. V+ P+ K-

Unser Team 

Mit Elan, Schwung und Herzlichkeit: Sie geben alles, damit sich unsere Gäste auf dem Chlotisberg wohl- und wie zuhause fühlen. Wir sind sowas von stolz auf unser top motiviertes und engagiertes Chloti-Team. 

Chlotisberg Team
  

 

Zeugin der ersten Stunde

Sie bringen ihre Begeisterung, ihr Wissen, ihr Herzblut zu uns auf den Chlotisberg. Darum geben wir unseren Kunden hier eine Stimme. Sie verraten, was sie zu uns führte, was ihnen der Ort bedeutet und wofür sie brennen. Heute Interview mit Daniele Kirchmair von Shima Lebensinspiration. 

NEWSLETTER 04.2019 KUNDEN-INTERVIEW


Daniele, du bist seit 21 Jahren im Seminarberuf tätig und kommst seit zehn Jahren auf dem Chlotisberg. Du warst Zeugin der ersten Stunde.

Ja genau, wir sind seit Anfang an mit dabei. Wir waren damals das Zünglein an der Waage, dass Martina und Robert sich getraut haben…

Erzähl uns etwas mehr…

Mein Mann und ich waren auf der Suche nach einem neuen Seminarzentrum. Wir sind auf den Chlotisberg aufmerksam geworden und dachten, das wär ein idealer Ort. Die damaligen Besitzer hatten uns dann mit Martina und Robert vernetzt, die gerade im Entscheidfindungsprozess waren. Wir haben uns zu viert getroffen und wir haben ihnen unsere Seminare und Übernachtungen zugesichert.

Hat euch das zusammengeschweisst? 
Oh ja. Ich bin selber ein Beziehungsmensch, wir haben über die Jahre eine gute Beziehung aufgebaut, daraus ist eine wunderbare geschäftliche Freundschaft entstanden. Es spielt für mich schon eine Rolle, dass ich am Ursprung mit dabei war, das gibt eine spezielle Verbindung.

Was schätzt du am Chlotisberg besonders?
Es ist nicht irgend ein unpersönlicher Seminarort, es ist ein Haus, wo wir willkommen sind. Chlotisberg ist ein ähnliches Unternehmen wie wir. Indem wir uns gegenseitig unterstützen und gemeinsam Lösungen finden, wirkt das in unsere Arbeit hinein. Wir wachsen gemeinsam.

Gab es auch Hürden?
Anfangs war noch vieles unklar, was es braucht, welchen Bedarf wir haben. Martina und Robert waren immer sehr daran interessiert, uns einen guten Standard zu bieten. Sicher ist es auch nicht einfach, mit Menschen, die eine Persönlichkeitsentwicklung machen, zu arbeiten. Das geht nie spurlos an den Angestellten vorbei.

Nennst du ein Beispiel?
Je nachdem, woran wir gerade arbeiten, ist die Stimmung anders. Wenn wir uns mit Kindheitsthemen beschäftigen oder drei Tage im Schweigen verbringen, kann das für die Angestellten schon herausfordernd sein.

Was bedeutet der Ort für dich persönlich?
Es ist schon eine Form von Zuhausesein. Ich bin über all die Jahre immer im gleichen Zimmer, kenne die vier Jahreszeiten hier, die Umgebung, die wunderschöne Natur. Das kriegt schon was persönliches, es verwebt sich mit dem Ort, wenn man sich wohlfühlt.

Verrätst du uns deinen Lieblingsplatz?
Seminarraum Schwung mit Naturholz-Schwingboden. Weil dort mein Wirken stattfindet, es sind intensive, gute Erfahrungen.

Was erfährt man bei euch?
Schlicht, einfach und bescheiden: Wir arbeiten mit wichtigsten Themen des Lebens. Also Männlichkeit, Weiblichkeit, Beziehung zu dir und zu anderen, Sexualität als integrativer Ort bis hin zu Spiritualität.

Welche Leute sprecht ihr an?
Wir sind eine klassenlose Gesellschaft, wir sprechen die unterschiedlichsten Schichten an: Männer und Frauen aus dem Leben in den verschiedensten Berufsgruppen. Die grosse Gruppe ist zwischen 30-65 Jahre alt. Was wirklich schön ist, bei uns sind auch die Männer, im Gegensatz zu vielen anderen therapeutischen Richtungen, die oft mehr weibliche Themen ansprechen.

Was sind denn männliche Themen?
Der Mann ist interessiert an Kraft, Auseinandersetzung, Mut und einer gesunden, lebensbejahenden Aggressivität. Alles was ihn mit sich als Mann identifizieren lässt. Ich finds ganz wichtig, dass der Mann in seiner Persönlichkeit mit seinen Themen abgeholt wird. Männer sind sehr interessiert, solange wir sie nicht verweiblichen.

Wie bist du zu dem geworden, was du heute bist?
Bin jetzt 61. Ich hatte mit 28 Jahren eine schwierige Phase. Ich war zwar erfolgreich aber es fehlte etwas ganz Wesentliches. So machte ich mich auf die Suche. Als ich auf den tantrischen Weg gestossen bin, habe ich mit jeder Zelle gespürt: Das ist, was ich suche. Ich habe selber viel mit Tanz gemacht und mit systemischer Therapie. Daraus ist eine Mischung entstanden, die mich nach 22 Jahren immer noch begeistert wie am ersten Tag. Es ist ein ständiges Vorangehen in der Entwicklung.

Was rätst du dem Leser, der Leserin?
Offen zu sein fürs Leben, für alles, was sich stimmig zusammenfügt.

Was erwartet Seminarorganisatoren auf dem Chlotisberg?
Es ist anders als anderswo. Es lebt von Martina und Robert. Sie sind persönlich und sie sind professionell. Ich find die beiden so innovativ. Sie sind immer wieder dran, erneuern, verändern, verbessern. Ob Businessevent oder Persönlichkeitsseminar: Hier werden sich alle wohlfühlen.

 
Dein Weitblick

SEMINAR- UND TAGUNGSHAUS CHLOTISBERG
Robert & Martina Gölis-Andermatt
Chlotisberg 2, 6284 Gelfingen
+41 41 917 33 05
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www.chlotisberg.ch